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Gesundheitsratgeber

Apotheker Dr. rer. nat. Thomas Klose e.Kfm.An dieser Stelle finden Sie, in der Regel ein Mal wöchent­lich, die neues­ten Bei­träge von Dr. Thomas Klose rund um Ihre Gesund­heit – Infor­ma­tionen und Tipps zum gesunden Leben.

Nicht nur Männersache

Haarausfall – für viele eine Horrorvorstellung, die an so manchem Selbstbewusstsein kratzt. Und zwar nicht nur an dem von Männern. Denn obwohl Frauen keine Geheimratsecken und keine Stirnglatze bekommen, können auch sie an erblich bedingtem Haarausfall leiden.

Jedem Menschen gehen täglich einige Haare aus – das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Ein Besuch beim Hautarzt ist erst dann nötig, wenn man mehr als ca. 100 Haare am Tag verliert. Wenn morgens mehr Haare auf dem Kopfkissen liegen als sonst, beim Kämmen oder Haare waschen extrem viele Haare ausgehen und das Haar insgesamt lichter wirkt, ist es Zeit, zum Arzt zu gehen.

Auf der Mauer auf der Lauer

…sitzt ne kleine Wanze. So entzückend wie in dem Kinderlied sind die Wanzen allerdings eher selten. Wer schon mal einen „backpacker“-Urlaub (auf Deutsch: Rucksacktourismus) durch Afrika gemacht hat, weiß, wie unangenehm die Bettwanzen sein können. Wer aber denkt, diese Tierchen kämen bei uns nicht mehr vor, der irrt. Cimex lectularis (lat. für Bettwanze) ist auch in unseren Breiten (vor allem in Hotels) auf dem Vormarsch.

Gesund und schön schlucken

Nahezu die Hälfte aller Deutschen greift zu Nahrungsergänzungsmitteln. Der Markt boomt.

Die Liste ist lang: Drinks gegen Hautalterung, Vitaminmischung für jede Lebensphase, Kapseln zur Anregung der Fettverbrennung, Entgiftungspulver, Kapseln als Sonnenschutz. usw.

Ist das überhaupt sinnvoll? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung behauptet, es genüge, wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt und mindestens 5 bis 7 Portionen Obst und Gemüse am Tag ist. Doch wer tut das schon?

Norovirus – kurz aber heftig!

Aktuell grassiert sie wieder: die Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis). Zwischen November und Februar ist Hochsaison! Verschiedene Viren wie z.B. Rotaviren, Adeno- und Coronaviren aber auch die gefürchteten Noroviren können dafür verantwortlich sein.

Die Symptome sind folgende: plötzlich auftretende Übelkeit mit heftigem, schwallartigem Erbrechen und wässrigen Durchfällen. Der Körper versucht so die Erreger loszuwerden (Selbstheilungsmechanismus).

Das Reizdarmsyndrom

Chronische Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall sind häufige Symptome. Viele Menschen leiden daran. Bei 50% der Betroffenen lassen sich trotz ausführlicher Diagnostik keine Ursachen dafür finden: dann spricht man von „funktionellen Darmbeschwerden“.

Typische Symptome sind Besserung der Beschwerden nach dem Stuhlgang, Änderung der Stuhlbeschaffenheit und -frequenz sowie das Gefühl einer unvollständigen Entleerung. Meist liegen zusätzlich noch Müdigkeit sowie seelische Belastungen vor (Familie, Beruf).

Unterleibsinfektionen

Juckreiz, Rötung, Überempfindlichkeit und Ausfluss: Die weibliche Intimhaut  ist von diesen Symptomen besonders häufig betroffen. Das lässt sich mit einer optimierten Pflege meist verhindern.

Häufiges Waschen trocknet die Haut aus, vor allem, wenn man normale Seife und Duschmittel benutzt. Strings, enge Jeans, Schwimmbadbesuche und Geschlechtsverkehr begünstigen ebenfalls die Entstehung einer Infektion (Vaginitis, Kolpitis). Die meisten Frauen tragen Sorge um ihre Gesichtshaut, doch an die Pflege der Intimhaut denken sie kaum.

Hier sind einige Empfehlungen:

Der „echten“ Grippe vorbeugen

Schon wieder ist es soweit: Der diesjährige Impfstoff gegen die Grippe ist da. Die Impfung, die jährlich durchgeführt werden sollte,  ist eine vorbeugende Maßnahme zur Verhinderung einer „echten“ Grippe (Influenza). Sie verschont aber nicht vor einem banalen grippalen Infekt (Erkältung), der zwar unwillkommen, aber harmlos ist.

Da das Influenzavirus sich schnell durch Antigendrift verändert, muss jährlich einer neuer Impfstoff gegen den aktuellen Virusstamm entwickelt werden.

Nagelpilz – mehr als nur ein Schönheitsfehler

Eine Nagelpilzinfektion kann jeden treffen – doch die Wenigsten tun was dagegen!  Sie ist weit verbreitet, wird aber oft verkannt. Die Nagelpilz-Häufigkeit bei über 65-jährigen liegt bei ca. 45%.

Besonders gefährdet sind Diabetiker und Raucher. Grund: die Durchblutung der Füße ist schlecht und Druckstellen oder Verletzungen werden meist nicht wahrgenommen – Pilze haben hier ein leichtes Spiel. Aber auch Schwimmbad- oder Saunagänger sind einem höheren Risiko ausgesetzt.

STD – sexually transmitted diseases

Über 30 Krankheiten werden nachweislich durch sexuellen Kontakt übertragen, darunter schwerwiegende Infektionen wie HIV (Aids), Syphilis (Lues), Gonorrhö (Tripper), Ulcus molle (weicher Schanker), HPV (humane Papillomaviren), Herpes Typ II, diverse Hepatiden  (Leberentzündungen durch Viren) und Chlamydien. Letztere können bei Frauen unbehandelt zu Unfruchtbarkeit führen.

Wenn die Jahreszeit aufs Gemüt schlägt

Plötzlich ist es wieder soweit: es wird abends früher dunkler und morgens erst später hell. Der Wecker klingelt und es ist noch dunkel; der Feierabend naht und es ist schon wieder dunkel. Es nieselt, Nebel liegt schwer auf dem Rhein. Manch einer wünscht sich dann, im Süden zu leben. Die kalte Jahreszeit naht und viele Menschen verfallen in Trübsal. Dies kann zu einer „saisonal abhängigen“ Depression führen, also zu einer Jahreszeit-bedingten Schwermütigkeit.