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Gesundheitsratgeber

Apotheker Dr. rer. nat. Thomas Klose e.Kfm.An dieser Stelle finden Sie, in der Regel ein Mal wöchent­lich, die neues­ten Bei­träge von Dr. Thomas Klose rund um Ihre Gesund­heit – Infor­ma­tionen und Tipps zum gesunden Leben.

Das Gaspedal des Körpers: die Schilddrüse

Wie viel Elan wir haben, hängt zu einem großen Teil von einem Organ ab: Die Schilddrüse produziert Hormone, die unseren Körperhaushalt regeln. Damit wir uns wohl fühlen, müssen die Hormone genau richtig dosiert sein.

Das kleine, schmetterlingsförmige Organ befindet sich unterhalb des Kehlkopfes. Die Schilddrüse hat eine wichtige Funktion in der Steuerung unseres Körpers. Die beiden Hormone, die sie ausschüttet, regeln viele unserer Körperfunktionen. Bei Überfunktion läuft unser Organismus auf Hochtouren, bei Unterfunktion auf Sparflamme.

Von einer Überfunktion Betroffene haben einen schnellen Puls, zittern leicht, schwitzen, haben Heißhunger und verlieren trotz großer Kalorienzufuhr an Gewicht. Sie sind nervös, schlafen schlecht und können auch Durchfall haben.

Bei einer Unterfunktion ist man verlangsamt und depressiv. Die Folge sind Müdigkeit, Frieren, Gewichtszunahme, Verstopfung und eventuell eine teigige Haut.

Um Hormone zu produzieren, braucht die Schilddrüse Jod. Dieses Element nehmen wir durch die Nahrung und das Trinkwasser auf. In einigen Gebieten, wie zum Beispiel in Mitteleuropa, enthalten Wasser und Böden jedoch nur geringe Mengen davon. Vor allem in Deutschland, aber auch in der Schweiz, litten früher viele Menschen unter jodmangel-bedingter Unterfunktion der Schilddrüse. Das Organ versucht, den Mangel durch eine Vergrößerung zu kompensieren, dies führte zum so genannten Kropf, der die Menschen zum Teil grotesk entstellte. Heute ist die wirksamste und billigste Präventionsmaßnahme die Jodierung des Kochsalzes.

Jodmangel in der Schwangerschaft und in der Kindheit kann zu Kleinwuchs und geistiger Behinderung führen – dem so genanntem Kretinismus (abgeleitet aus dem Französischen crétin = Idiot), weswegen die Einnahme von Jod-Tabletten in der Schwangerschaft und Stillzeit dringend geraten wird. Es wird empfohlen, zweimal pro Woche Seefisch zu essen. Auch Milch und Milchprodukte sind gute Jodlieferanten und sollten deshalb zum täglichen Speiseplan gehören. Sofern kein ausreichendes Angebot von mit Jodsalz hergestellten Lebensmitteln und Speisen zur Verfügung steht, ist die ergänzende Einnahme von Jodtabletten der sicherste Weg zur Jodbedarfsdeckung.

Falls Sie mehr darüber wissen möchten: wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Apotheker

Dr. Thomas Klose und Mitarbeiterrinnen

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Was ist eigentlich mit den „Polypen“ im Kindesalter gemeint?

Irgendwann einmal hat jemand, der es mit den HNO-Fachärzten nicht gut meinte, zu einer schlechten Nasenatmung mit Schnarchen bei einem Kleinkind wohl gesagt, das Kind habe „Polypen“ – seither herrscht leider die Auffassung, ein Kind mit diesen Symptomen habe „Polypen in der Nase“. Typisch für die betroffenen Kinder (meist Kleinkinder zwischen 3 und 5 Jahren) ist die ständige Atmung durch den halboffenen Mund. Hier kann man tatsächlich zu der irrigen Meinung kommen, der kleine Patient habe – im wahrsten Sinne des Wortes- die Nase voll! Aber mitnichten ist hier der Ursprung des Problems in der Nase selbst zu finden. Nein, das Problem sitzt, in Form einer vergrößerten Rachenmandel, direkt hinter unserem hinteren, inneren Nasenausgang, also im Nasenrachenraum! Wir besitzen viele Mandeln, die die Arbeit unseres Immunsystems unterstützen, und eine davon- eben die Rachenmandel- liegt ausgerechnet an dieser ungünstigen, engen Stelle.

Kinder müssen ihr Immunsystem erst aufbauen und machen- besonders im Kindergartenalter – noch viele Infekte durch. Hierbei benötigen sie unter anderem die Mithilfe der Rachenmandel, die für eine Mehrproduktion an Abwehrzellen gegen Infekte zuständig ist und für diese Produktion selbst größer wird. Ist der Infekt dann abgeklungen  schrumpft sie zwar  wieder. Das dauert jedoch einige Wochen und in der Zwischenzeit kann sie allein durch ihre Größe Schaden anrichten: Durch den Platzmangel verlegt die Rachenmandel u. a. den Zugang zur Nase von hinten innen (- wie ein Gummistöpsel in der Badewanne-) Hierdurch wird Mundatmung nötig und die Atemluft gelangt nicht – wie normalerweise geschieht- angefeuchtet, angewärmt und von Keimen befreit in Hals und Lunge. Diese Arbeit kann nur die Nase leisten. Dadurch ist der nächste Infekt des Kindes vorprogrammiert! Zudem wird auch oft der Zugang zur  Ohrtrompete- dem Belüftungsgang für unser Mittelohr- verlegt. Hierdurch kommt es  zu den „berühmten“ Paukenergüssen, dem Schleim im Mittelohr mit Hörminderung, von dem im nächsten Artikel die Rede sein wird. Die Therapie der Adenoide (wie die „Polypen“ medizinisch genannt werden), kann zunächst ein konservativer Versuch mit homöopathischen und pflanzlichen Arzneien und ggf. auch Nasentropfen für eine begrenzte Zeit sein, um die Verkleinerung der Rachenmandel zu beschleunigen. Wenn sich dadurch aber keine ausreichende Besserung ergibt, was besonders oft  auf Kinder mit  engen anatomischen Verhältnissen im Nasenrachenraum zutrifft, ist die operative Ausschälung der Rachenmandel in Vollnarkose erforderlich.

 

Dr. rer. nat.Thomas Klose

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