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Feigwarzen und andere unschöne Gesellen

Eine Infektion durch das Humane Papillomavirus (HPV) kann zum einen zur Ausbildung von Kondylomen (Feigwarzen, Condylomata acuminata) führen, zum anderen kann es bei Vorliegen bestimmter Typen des Virus (so genante „high risk“ – Viren, speziell Typ 16 und 18), das Risiko auf die Entwicklung eines Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs) erhöhen. HPV wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Es existieren mittlerweile über 80 genetisch differenzierbare Untertypen. Die Untergruppen 6 und 11 („low risk“) erzeugen die gutartigen Feigwarzen.

Männer spielen bei dieser Infektion nicht nur die Rolle der Überträger, auch sie können erkranken: die bowenoide Papulose (Condylomata plana), die sich als knotige Hautveränderungen am Penis zeigt, ist eine Präcancerose und kann somit zu Peniskrebs führen.

Die wirksamste Vorbeugung gegen eine Infektion sind sexuelle Enthaltsamkeit und die Impfung. Professor Harald zur Hausen, dem insgesamt zwölf Ehrendoktortitel verliehen wurden, erhielt 2008 für die Entdeckung der Papilloma-Viren den Nobelpreis. Da nun der Auslöser für die bei Frauen dritthäufigste Krebserkrankung bekannt war, eröffneten sich völlig neue Perspektiven, was letztlich zur Entwicklung von HPV-Impfstoffen (seit 2006 verfügbar) führte.

Der prophylaktische HPV-Impfstoff gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 schützt nach den bislang vorliegenden Untersuchungen zu einhundert Prozent vor einer Infektion mit den genannten Virentypen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen die HPV-Typen 16 und 18 für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Die Impfung sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Bislang wird eine Grundimmunisierung mit drei Impfungen im Abstand von null, zwei und vier bis sechs Monaten empfohlen. Sie kostet in Deutschland ungefähr 480 € pro Person. Einige Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten für Frauen bis zum 26. Lebensjahr. Da die Impfung nicht gegen alle HPV-Typen wirkt, sollten aber auch geimpfte Frauen die Vorsorgeuntersuchungen gegen Gebärmutterhalskrebs (ab 20 Jahren) auf jeden Fall nutzen.

Ihr Apotheker

Dr. Thomas Klose