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Covid up to date – Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff – Funktioniert das?

Aufgrund der Empfehlung der Ständigen Impfkommission,

die Vektorvakzinen nur bei Personen in der Altersgruppe über 60 Jahren anzuwenden, bedurfte es auch einer Lösung für die bis dahin bereits mit einer Impfdosis der AstraZeneca-Vakzine geimpften jüngeren Personen. Auf Basis allgemeiner Erfahrung wurde für diese Personengruppe empfohlen, die Zweitimpfung mit einer mRNA-Vakzine durchzuführen. Allerdings fehlten bisher für eine „heterologe“, d. h. mit einem anderen Impfstoff durchgeführte Zweitimpfung die Daten bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit. Eine kürzlich in „The Lancet“ veröffentlichte Studie zu dem Thema trägt nun erste Erkenntnisse bei (Heterologous prime-boost COVID-19 vaccination: initial reactogenicity data – The Lancet), vorerst allerdings nur im Hinblick auf die Verträglichkeit. Die Wirksamkeitsdaten sollen im Juli folgen. Insgesamt wurden 830 Probanden randomisiert verschiedenen Impfschemata mit den Impfstoffen AZD1222 (AstraZeneca) bzw. BNT162b2 (Pfizer/BioNTech) zugewiesen. Dabei gab es zwei mögliche Impfintervalle (28 Tage und 84 Tage) sowie vier verschiedene Impfstoffregime (homolog und heterolog, d. h. gleiche oder verschiedene Impfstoffe) für Erst- und Zweitimpfung. Quintessenz der vorläufigen Daten ist eine höhere Nebenwirkungsrate für die heterologen Impfschemata (verschiedene Impfstoffe) im Vergleich zu den homologen (gleiche Impfstoffe). So entwickelten beispielsweise Probanden, die als Erstimpfung AZD1222 und als Zweitimpfung BNT162b2 erhalten hatten, deutlich häufiger (34%) Fieber als diejenigen, die für beide Impfungen AZD1222 erhalten hatten (10%). Ähnliche Ergebnisse wurden für andere Allgemeinsymptome wie Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen ermittelt. Auch bei der umgekehrten Reihenfolge der Impfstoffe kam es zu vermehrten Reaktionen. Diese waren aber generell von kurzer Dauer und z. B. mit Paracetamol gut beherrschbar, so dass unter Sicherheitsaspekten keine Bedenken gegen die heterologen Impfschamata bestehen.

Prof. Zöller, Prof. Scheid, Dr. Klose

https://coviduptodate.de