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Vergiftet – was tun?

Da Vergiftungen den Menschen seit Anbeginn begleiten und häufig vorkommen, hat es Sinn, sich etwas damit zu beschäftigen. Häufig sind Vergiftungen mit Arzneimitteln, chemischen Stoffen (Wasch- und Reinigungsmittel), Alkohol, Pflanzen und Pilzen, Lebensmitteln, illegalen Drogen, Kohlenmonoxid und Rauchgas. Ein Großteil der Vergiftungen ist durch allgemeine Notfallversorgung symptomatisch zu behandeln. Nur wenige sind wirksam mit einem Gegengift (Antidot) behandelbar.

Giftinformationszentren (z.B. Mainz 06131/19 240, Giftnotruf Berlin 030/19 240, Bonn 0228 / 19 240, München 089/19 240) beraten den Anrufer 24 Stunden am Tag kostenlos bei akuten Vergiftungen. Sie erfahren dort, wie Sie sich zu verhalten haben. Wichtig ist die Asservierung (das Aufheben) von Medikamenten und deren Packung, Lebensmittelresten und Erbrochenem. Sollten Sie den Rat bekommen, eine Klinik aufzusuchen, bringen Sie alles bei der Vorstellung im Krankenhaus mit.

Was können Sie im Notfall tun? Es gibt einige einfache Grundregeln, an die man sich halten kann:

  • Lassen Sie die Person Wasser, Tee oder Saft in kleinen Schlücken und Mengen trinken. Bei Säuren- und Laugenvergiftungen sollte dies so schnell wie möglich erfolgen.
  • Auf keinen Fall Erbrechen auslösen in dem Sie dem Vergifteten den Finger in den Hals stecken!  Das würde zusätzliche Schäden anrichten und es besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Lunge gerät (Aspiration).
  • Milch ist kein Gegengift, sondern beschleunigt sogar in vielen Fällen die Giftaufnahme durch den Darm.
  • Ebenso sollte kein Salzwasser verabreicht werden, um Erbrechen auszulösen, da vor allem Kinder an einer hohen Kochsalzdosis sterben könnten.
  • Aktivkohle als wässrige Suspension (Carbo medicinalis in einer Dosierung von 1mg pro Kg Körpergewicht) sollte nur durch ärztliches Personal verabreicht werden. Die Kohle adsorbiert eine Vielzahl von Stoffen, ist aber nicht bei jeder Vergiftung indiziert.
  • Bei Einatmung von Gasen sollten Sie für frische Luft sorgen.
  • Bei Augenkontakt sollten die geöffneten Augen sofort mindestens 10 Minuten unter fließendem Wasser gespült werden.

Natürlich sollte es uns aller Ziel sein, Vergiftungsunfälle zu vermeiden. Bewahren Sie deshalb Medikamente in einem abschließbaren Schrank auf und füllen Sie niemals chemische Stoffe in Trinkflaschen um. Putzmittel und Pflanzenschutzmittel sollten Sie außerhalb der Reichweite von Kindern  lagern.

Falls Sie mehr darüber wissen möchten: wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Apotheker

Dr. Thomas Klose und Mitarbeiterinnen