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Immer mehr Zappelphilippe?

Immer mehr Kindern wird ein so genanntes ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätssyndrom) attestiert. Sind die Kinder wirklich psychisch erkrankt oder wird einem Trend gefolgt? Bewegen sich die Kinder heutzutage einfach zu wenig und sitzen zuviel vor Computer & Co oder hat es dieses Krankheitsbild schon immer gegeben? Nach der übereinstimmenden Meinung vieler Experten sind heute nicht mehr Kinder betroffen als früher. 1845 beschrieb der Arzt Hoffmann im Struwwelpeter einige typische ADHS- Verhaltensweisen (Zappel-Philipp, Hans Guck-in-die-Luft). Hoffmann betrachtete diese jedoch als Erziehungsprobleme und nicht als psychische Störung. In Deutschland sitzt durchschnittlich in jedem Klassenzimmer etwa ein betroffenes Kind. Dabei sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen. In den letzten 30 Jahren wurden zumeist Erziehungsfehler, Vernachlässigung und frühkindliche Traumata als Ursachen angenommen. Heute geht man von einem integrativen Modell als Ursachen der Störung aus: neurobiologische und psychologische Ursachen dienen als Erklärung für die Entstehung des ADHS. Zusätzlich zeigte sich ein Mangel an wichtigen Fettsäuren, Zink und Magnesium. Früher wurde den Kindern Lebertran eingeflösst, der gesunde Fette enthält. Heute sollte der Bedarf der essentiellen Fettsäuren über die Ernährung gewährleistet werden – dies ist aber leider nicht immer der Fall, weswegen zur unterstützenden Therapie bei Konzentrationsproblemen und Lernstörungen die Einnahme eines Kombinationspräparates mit Fischöl, Magnesium und Zink sinnvoll sein kann. Übrigens wird  dazu geraten, bereits in der Schwangerschaft zusätzlich zum täglichen „Vitamincocktail“ eine Kapsel mit Fettsäuren zur Reifung des Gehirns des Kindes einzunehmen.

Eines ist klar: die Grenze zwischen „krank“ und „noch normal“ ist fließend, nicht jedes unaufmerksame Kind braucht eine medikamentöse Therapie! Das A und O für eine adäquate Behandlung ist deshalb eine fundierte Diagnose durch einen Kinder- und Jugendpsychiater. Wegen der Komplexität der Störung wird angestrebt, verschiedene Behandlungsansätze zu kombinieren. Das heißt, es sollten parallel mehrere Behandlungsschritte durchgeführt werden (z. B. Aufklärung und Beratung, Verhaltenstherapie, psychosoziale Interventionen, Elterntraining, Pharmakotherapie, diätische Behandlung usw.).

Falls Sie mehr darüber wissen möchten: wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Apotheker

Dr. Thomas Klose und Mitarbeiterinnen

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