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Wohltuende Schlammschlacht

Jahrhundertelang wurden Heilerden als Arzneimittel gegen Vergiftungen und Infektionserkrankungen wie Pocken und Pest eingesetzt.

Bereits in der Antike wurden sie sehr geschätzt. Diese Erden wurden innerlich und äußerlich angewendet. Sie wurden in eine Form gebracht und trugen ein Siegel, das ihre Echtheit garantieren sollte. Oft wurden sie bei Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt. Heutzutage weiß man, dass die medizinische Wirkung auf physikalisch-chemischen Effekten basiert. Mineralerden enthalten Aluminiumsilikate, die ein gutes Adsorptionsvermögen für Wasser und verschiedene giftige Substanzen haben. Nimmt man sie also zeitnah zu Giften ein, mindern sie dessen Resorption über den Darm. Und wegen der Absorption von Wasser, haben Tonerden eine heilende Wirkung bei Durchfall – ähnlich wie die Aktivkohle.

Für Jahrtausende standen der Menschheit zur Linderung ihrer Leiden lediglich Mittel aus der Natur zur Verfügung und die Heilerde hatte Hochkonjunktur. Erst mit der Aufklärungszeit und Entmythisierung der Medizin ging die Verwendung von Heilerden zu Ende.

Heute wird Heilerde als Naturheilmittel innerlich gegen Blähungen und Durchfall bei Reizdarm sowie saures Aufstoßen (Sodbrennen), Magendruck und Völlegefühl (Reizmagen) eingesetzt. Sie eignet sich zur inneren Reinigung, Entschlackung und Entgiftung. „Dreck reinigt den Magen“ – diese Weisheit aus Kindertagen hat einen wahren Kern.

Äußerlich wird sie gern in Form einer Gesichtsmaske angewendet. Heilerde ist ein echter Geheimtipp gegen Akne, denn sie nimmt den überschüssigen Hauttalg auf und befreit die Haut gründlich von Unreinheiten. Bei der Trocknung der Heilerde auf der Hautoberfläche entsteht eine Sogwirkung, die Talg, Schmutz und Bakterien in die Erde “saugt”. Zusätzlich kommt sie bei Wickeln, Auflagen, Bädern und bei der Haarpflege zur Anwendung. Die Heilerde lindert Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen und rheumatische Beschwerden.

Denken Sie aber daran, dass wegen der adsorptiven Wirkung der Erden die Wirkstoffe eingenommener Medikamente gebunden werden können – das macht sie unwirksam. Eine zur Medikamenteneinnahme zeitversetzte Einnahme kann dies unter Umständen umgehen.

Falls Sie mehr darüber wissen möchten: wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Apotheker

Dr. Thomas Klose und Mitarbeiterinnen