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Mach Druck!

Krampfadern (lat.: Varizen) sind ein Volksleiden und machen auch vor Promi-Beinen nicht halt. Besonders an warmen Tagen sind die Beine schwer, spannen und schmerzen. Über 95% der Betroffenen können nichts dafür: die Ursache ist meist eine genetische Disposition für eine Venenwandschwäche. Seltener ist als Ursache eine frühere Beinvenenthrombose anzusehen (das Blut kann nicht mehr ungehindert abfließen und sucht sich Umgehungskreisläufe über oberflächliche Venen). Entgegen landläufiger Meinungen spielt das Übereinanderschlagen der Beine keine Rolle  – es ist also weiterhin erlaubt, anmutig im Straßencafé zu sitzen!

Bei gesunden Gefäßen wird das Blut über die Muskelpumpe von den Beinen gegen die Schwerkraft Richtung Herz gepumpt. Ein Zurückfließen des Blutes wird durch die Venenklappen verhindert. Leiern nun die Venen aus, so sind die Klappen undicht und Blut kann zurückfließen, was wiederum zu einer zusätzlichen Erweiterung der Venen führt. Ein Teufelskreis entsteht. So stellen Krampfadern nicht nur ein optisches, sondern auch ein medizinisches Problem dar. Eine chronisch venöse Insuffizienz (CVI, Stauungssyndrom) kann entstehen. Die Beine werden dick (Ödeme), die Haut vernarbt („Atrophie blanche“ meist im Bereich des Sprunggelenkes), durch Ablagerung von Hämosiderin wird die Haut bräunlich, es kann zu einer Entzündung der oberflächlichen Venen bis hin zum Ulcus cruris („offenes Bein“) kommen.

Was kann man dagegen tun? Allgemeine Maßnahmen wie Beine Hochlagern, langes Stehen und Sitzen vermeiden, kalte Wassergüsse nach Kneipp, manuelle Lymphdrainage, Bewegung und das Tragen von angepassten Kompressionstrümpfen helfen rasch. Die Ausübung von Druck ist außerordentlich wichtig und wird oft unterschätzt. Heutzutage müssen die Stützstrümpfe nicht mehr hautfarben sein, es gibt sie in vielen schicken Farben! Cremes mit Rosskastanien- oder rotem Weinlaubextrakten können die Symptome mildern. Je nach Ausmaß kann eine Operation nötig sein. Durch minimal-invasive Verfahren (Unterbindung, Entfernung = Stripping oder Sklerosierung, also Verklebung der Varizen) ist diese schonender als früher. Welches Verfahren für Sie in Frage kommt und welche Behandlung die Kassen bezahlen, klären Sie am besten mit einem Facharzt für Venenleiden, dem Phlebologen, ab.

Falls Sie mehr darüber wissen möchten: wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr Apotheker

Dr. Thomas Klose und Mitarbeiterinnen