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Das Reizdarmsyndrom

Gesundheitstipp für den 21.03.2012

Chronische Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung und Durchfall sind häufige Symptome. Viele Menschen leiden daran. Bei 50% der Betroffenen lassen sich trotz ausführlicher Diagnostik keine Ursachen dafür finden: dann spricht man von „funktionellen Darmbeschwerden“.

Typische Symptome sind Besserung der Beschwerden nach dem Stuhlgang, Änderung der Stuhlbeschaffenheit und -frequenz sowie das Gefühl einer unvollständigen Entleerung. Meist liegen zusätzlich noch Müdigkeit sowie seelische Belastungen vor (Familie, Beruf).

Eine Basisdiagnostik mit körperlicher Untersuchung, Blutentnahme, Ultraschall und einer gynäkologischen Untersuchung bei Frauen sollte stets erfolgen. Ob eine spezielle Diagnostik durchgeführt werden muss, wird individuell entschieden (Darmspiegelung, Testung auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stuhlkulturen bei Durchfall, psychosoziales Screening usw.).

Aus medizinischer Sicht sind die Beschwerden harmlos und die Lebenserwartung ist normal – dennoch sind die Betroffenen im alltäglichen Leben zum Teil stark eingeschränkt. Restaurantbesuche werden zur Qual und auch der lang ersehnte Urlaub wird storniert. Wie kann man die Beschwerden lindern? Eine vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung ist die Vorraussetzung für den Erfolg! Leider besteht häufig ein hohes Frustrationsniveau, da der Patient sich nicht verstanden fühlt. Trotz erfolgter Ausschlussdiagnostik liegen oftmals anhaltende Ängste vor, dass doch eine schwerwiegende Erkrankung vorliegen könnte. Dies führt zum „Arzt-Hopping“: in seiner  Not sucht der Betroffene einen Arzt nach dem anderen auf.

Diätische Maßnahmen, körperliche Aktivität, eine zeitlich befristete medikamentöse Therapie (je nach Symptomen z. B. Buscopan, Loperamid, Probiotika, Ballaststoffe, Abführmittel wie Macrogol) und psychotherapeutische Verfahren kommen zum Einsatz. Therapieziele sind eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Linderung der Beschwerden – eine komplette Beschwerdefreiheit wird nicht erreicht werden können.

Und zu guter Letzt: die in Mode gekommene Pilzbesiedlung des Darmes (z.B. mit Candida albicans) ist völlig harmlos und muss nicht behandelt werden!

Ihr Apotheker

Dr. Thomas Klose