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Atomangst: Brauchen wir Jodtabletten?

Gesundheitstipp für den 23.03.2011

Seit Beginn der nuklearen Katastrophe in Japan steigt in Apotheken die Nachfrage nach Jodtabletten. Versandapotheken werben schon damit, dass man ab einer genügen großen Bestellmenge entsprechend sparen kann. Doch sind Jodtabletten in Deutschland überhaupt sinnvoll oder machen gewiefte Anbieter wieder ihr Geschäft mit der Angst? Warum sollen Jodtabletten vor den Folgen eines Reaktorunfalls helfen?

Jodtabletten sollen bei einem Reaktorunfall die Schilddrüse vor Krebs schützen. Denn bei einem solchen Störfall entsteht auch radioaktives Jod, das vom Körper aufgenommen wird und sich in der Schilddrüse ansammelt. Wird die Schilddrüse vor Eintreffen einer radioaktiven Wolke mit normalem Jod gesättigt, kann sie kein radioaktives Jod mehr aufnehmen.

Diese Empfehlung macht aber nur Sinn, wenn man sich in der Nähe eines solchen Unfalls aufhält. Deutschland ist so weit vom Unfallort entfernt, dass eine solche Einnahme bei der vorliegenden Wetterlage nicht sinnvoll ist. Denn die im Notfall erforderlichen Mengen übersteigen die Dosis normaler Jodtabletten (zur täglichen Jodversorgung) um ein Tausendfaches. Und bei solch hohen Jodmengen ist mit Nebenwirkungen wie Blutdruckanstieg oder Hitzewallungen zu rechnen. Und bei Menschen über 45 Jahren steigt bei der Einnahme solcher Jodmengen die Gefahr von Schilddrüsenerkrankungen.

Daher raten alle Experten von der voreiligen Einnahme von Jodtabletten ab. Auch das Bundesamt für Strahlenschutz warnt davor. Für Deutschland seien infolge der Entwicklungen in Japan Strahlenbelastungen, die eine solche Einnahme rechtfertigen würden, nicht zu befürchten. Übrigens: Die Radioaktivität unserer Luft wird täglich gemessen und ist im Internet nachzulesen. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten: Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Herzlichst Ihre
Apothekerin Petra Groben
Sonnenschein Apotheke
Regenbogen Apotheke